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Aufgaben

Unser Verband hat mehrere Aufgaben, die wesentlichen sind dabei:

  1. Gewässer und ihre Ufer auszubauen und ihren ordnungsgemäßen Zustand zu erhalten. Dazu gehört auch die naturnahe Umgestaltung
  2. Grundstücke zu entwässern
  3. Die notwendigen Bauwerke herzustellen und zu erhalten
  4. Beiträge zu wasserwirtschaftlichen und wasserbaulichen Maßnahmen aufzubringen
  5. Windschutzstreifen anzulegen und zu unterhalten
  6. Ferner kann der Verband die Aufgaben des Mitgliedes „Wasserverband Wittlage“  fördern, d.h.  Unterhaltungsaufgaben und Verwaltungs- und Finanzierungsaufgaben sowie technische Aufgaben erledigen.

Im Folgenden möchten wir Ihnen unsere Aufgaben näher darlegen:

 

 

Gewässerunterhaltung und Landschaftspflege

Die Gewässerunterhaltung in unserer Region ist eine sehr umfangreiche Aufgabe. Neben den ökologischen, technischen und rechtlichen Aspekten, sind dabei auch immer die wechselnden Witterungseinflüsse und die fast immer durch den Menschen verursachten Belastungen erheblich. Wegen der Vielschichtigkeit unserer Unterhaltungsaufgaben brauchen wir einen sogenannten Unterhaltungsrahmenplan. Dieser ist maßgeblich für die erforderlichen Unterhaltungs- und Pflegemaßnahmen, die schließlich einen optimalen Gewässerzustand zum Ziel haben. Auf der Basis dieses Planes und des darüber hinaus jährlich neuen Arbeitsplanes unterhalten wir unsere Gewässer.

Das Mähen der Rasenflächen, das Weiden am Wasser, das Beseitigen von Kräutern sowie Stauden auf Böschungen und Sohlen ist erforderlich, um den gefahrlosen Wasserabfluss für die Menschen in der Region sicherzustellen. Für diese umfangreichen Aufgaben steht dem Verband inzwischen ein ganzer Gerätepark zur Verfügung – und das ist wichtig. Schließlich sind jeweils nur bestimmte Geräte für den Pflegeeinsatz spezieller Uferbereiche geeignet. Und: wir müssen dabei immer auch die individuellen ökologischen und technischen Anforderungen beachten und natürlich die jeweils gültigen Gesetze und Vorschriften, wie das NWG oder das NNatG.

Umgestaltungsmaßnahmen

Die vormals gleichförmige Gewässerstrecke sollte durch Aufweitungen und die Anlegung von Bermen und Buhnen sowie verschiedenen Böschungsneigungen naturnah umgestaltet werden.

Grundsätze

Wesentlicher Grundsatz der Planung ist der Einbau von sogenannten querschnittsverengenden Leitwerken oder Buhnen. Das Ziel ist dabei die Entwicklung unterschiedlicher Strömungszonen. Gleichzeitig sollen sich durch die Sohleinengungen Erosionen und Böschungsabbrüche auf der gegenüberliegenden Seite entwickeln. Um bei den fließgefährdeten Böden diese erwarteten Abbrüche zu begrenzen, werden punktuell ingenieurbiologische Sicherungsmaßnahmen durch Weidenspreitlagen vorgenommen. Auf den gegenüberliegenden Seiten der Buhnen werden etwa 20 cm über dem Mittelwasser flache Bermen und Böschungen mit wechselnden Neigungen bis 1:6 angelegt. Auf diesen Feuchtflächen entwickeln sich später Röhrichtzonen.

Gehölz- und Röhrichtanpflanzungen werden dabei nicht vorgenommen. Die Entwicklung der Röhrichtzonen und auch der Böschungen überlassen wir der natürlichen Sukzession.

Der Mutterboden wird von dem Gewässerrandstreifen der Hunte abgetragen und seitlich in die landwirtschaftlich genutzten Flächen eingebaut. Der magere und wachstumsarme Boden aus Bermen wird dabei in die ausgekofferten Flächen des verbleibenden Randstreifens eingebaut. Die Flächen werden anschließend der natürlichen Sukzession überlassen. Mutterboden wird nicht wieder aufgebracht. An fließgefährdeten Stellen der Böschung und des Gewässerrandstreifens wird eine Magerrasenmischung zur Befestigung eingesät, um Erosionen entgegenzuwirken.

Die Umsetzung der Umgestaltungsmaßnahmen

Der Unterhaltungsverband erwarb zunächst auf einer Teilstrecke von 5,4 km die Flächen auf beiden Seiten der Hunte und ein Teilstück des Wimmerbaches im Raum Bad Essen/ Harpenfeld und Bohmte. Das geschah im Rahmen laufender Flurbereinigungsmaßnahmen Ende der 80er Jahre – bis Ende 1994 wurde dieser Bereich ausgebaut und umgestaltet.

Natur- und Landschaftsschutz

Maßnahmen der zurückliegenden Jahre:

Der Unterhaltungsverband „Obere Hunte“ hat in den vergangenen Jahren neben den obligatorischen Unterhaltungsarbeiten, jede Menge für den Natur- und Landschaftsschutz im Wittlager Raum getan. Dazu gehören Bepflanzungen der Gewässer, die Anlage von Biotopen, die Umgestaltung von Abstürzen in Sohlgleiten und die Anlegung von Gewässerrandstreifen.

1991 – Schaffung von Sohlgleiten im Hunteoberlauf

1991 wurden die drei Sohlabstürze im Hunteoberlauf, aus ökologischer Sicht ein Gewässer von übergeordneter Wertigkeit, in Sohlgleiten umgewandelt. Der größte Absturz war dabei die „Alte Mühle in Meesdorf“ mit einer Absturzhöhe von 2,66 m, die nach dem Umbau jetzt eine Neigung im Verhältnis von 1:30 auf einer Gewässerstrecke von 110 m aufweist.

1992 – Umgestaltung der Stauanlage Hunteburg

1992 wurde dann die Wehranlage in Hunteburg in eine Sohlgleite umgestaltet. Dabei ging es im Wesentlichen auch um den Tierschutz: Die Stauanlage war vorher für viele Fische und Kleinlebewesen ein unüberwindliches Hindernis. Mit einer Absturzhöhe von 2,71 m wirkte diese Anlage wie eine ökologische Sperre für den gesamten Oberlauf. Heute wird dieser Übergang auf einer Länge von ca. 85 m und einer Neigung von 1:30 ebenfalls durch eine Gleite gewährleistet.

Renaturierung und Verbesserung der Ökologie

Bevor der Mensch den Bereich des Hunteoberlaufs besiedelte, prägten ausgedehnte Moore, weite sumpfige Flächen sowie ausgedehnte Wälder das Landschaftsbild. Als immer mehr Menschen das Gebiet des heutigen Landkreises Osnabrücks besiedelten und landwirtschaftlich nutzen wollten, musste etwas passieren. Überflutungsrisiken mussten eingedämmt, die Flächen entwässert und die Zuläufe entsprechend reguliert werden. Außerdem mussten die dazu notwendigen Anlagen gebaut und gewartet werden. Genau diese Aufgaben hat der Unterhaltungsverband Nr.70, nach seiner Gründung, übernommen.

Die Hunte ist bis auf die Bereiche Barkhausen/Linne ein ausgebautes Gewässer. Die Gründe für den Ausbau und die Vertiefung unterhalb des Mittellandkanals waren die Hochwassersicherung der bebauten Flächen und die Schaffung optimaler Voraussetzungen für die Landwirtschaft. Eine Folge dieser Eingriffe war allerdings auch eine biologische Verarmung und eine hohe Schadstoffbelastung der betroffenen Gewässer, vor allem des Dümmers. 1987 wurde schließlich das Konzept zur „Sanierung des Dümmers“ dem Unterhaltungsverband Nr.70 „Obere Hunte“ vorgestellt.

Anschrift

Unterhaltungsverband Nr. 70 "Obere Hunte"
Im Westerbruch 67
49152 Bad Essen

Verbandsvorsteher: Hermann Steuwer
Geschäftsführer: Uwe Bühning

Kontakt

Telefon +49 5472 9443-0
Fax +49 5472 9443-30
E-Mail uhv@uhv70.de

Öffnungszeiten

Montag - Donnerstag 7:30 - 16:30 Uhr
Freitag 7:30 - 12:00 Uhr