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Renaturierung des Neuen Oberen Kanals in Brockhausen

Umgestaltung dient Naturschutz und Dümmersanierung

Der Unterhaltungsverband Nr. 70 „Obere Hunte“ (UHV) hat ein 130 Meter langes Teilstück des Neuen Oberen Kanal renaturiert. Das ist nicht nur gut für den Naturschutz, sondern auch für den Dümmer, in den das revitalisierte Gewässer über den Wimmerbach und die Hunte fließt.
(Gelangen Sie hier zur Renaturierungsmaßnahme Neuer Oberer Kanal)

Das Ergebnis lässt den noch bis vor Kurzem schnurgerade verlaufenden Kanals nördlich von Brockhausen ganz anders aussehen: Neben dem abgeflachten Ufer locken blühende und duftende Blumen die Bienen an. Der Übergangsbereich zwischen Land und Wasser wurde vergrößert, so dass ein drei Meter breiter Randstreifen zwischen dem Neuen Oberen Kanal und dem angrenzenden Acker entstanden ist. Insgesamt nehmen Gewässer, Ufer und Randstreifen eine Breite von zehn Metern ein.

Mehr Lebensraum für Pflanzen und Tiere

Gewässerkoordinatorin Ingrid Vörckel ist beim UHV für die Revitalisierung von Gewässern zuständig. Sie sorgt dafür, dass gerade Ufer wieder „krumm und schief“ werden, wie sie es ausdrückt. Im Fall des Neuen Oberen Kanals sind die Mitarbeiter des UHV mit Baggern angerückt und haben das Ufer vergrößert und abgeflacht. Das wirkt Überflutungen bei Starkregenfällen entgegen, da das Wasser mehr Retentionsfläche zur Verfügung hat.

„Durch den größeren Übergangsbereich zwischen dem aquatischen und terrestrischen Bereich eignet sich das neu gestaltete Gewässer als Lebensraum für mehr Pflanzen- und Tierarten“, sagt Ingrid Vörckel. Der vergrößerte Randbereich reduziert zudem die Nährstoffeinträge der nahe gelegenen Ackerflächen, die als stark abschwemmungsgefährdet gilt. Das wiederum dient der Dümmersanierung. Denn in ihrem Zuge ist insbesondere der Eintrag von Phosphor in allen Gewässern des Einzugsgebietes des Sees zu reduzieren.

Nutzen für Dümmer ist erwiesen

Finanziert wurden der Flächenerwerb und die Umsetzung der Maßnahme über den Kompensationspool Dümmer/Obere Hunte, der vom UHV verwaltet wird. „Dadurch können die Gewässerentwicklungsmaßnahmen durch der Kompensationsbedarf der Gemeinden im Wittlager Land, die beispielsweise durch die Ausweisung von Baugebieten entstehen, bedient werden“, erläutert Uwe Bühning, Geschäftsführer des UHV.

„Die sichtbaren Erfolge der Maßnahmen und der Nutzen für den Dümmer bestärken uns noch einmal mehr darin, unsere Arbeit fortzusetzen“, sagt Hermann Steuwer, Verbandsvorsteher des UHV. Denn dass die Revitalisierungsmaßnahmen des Unterhaltungsverbands dem Phosphor- und Sedimentrückhalt des Dümmers dienen, ist wissenschaftlich belegt. Ein Studierender der Leibniz Universität Hannover untersuchte von Herbst 2017 bis Sommer 2018 in seiner Masterarbeit den Zusammenhang am Beispiel des 2017 revitalisierten Wimmerbachs. Das Ergebnis zeigte, dass die beidseitig angelegten Sekundärauen und der kleinräumig verlegte bzw. verengte Verlauf des Fließgewässers tatsächlich Nährstoffe zurückhalten.

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Auch das "Wittlager Kreisblatt" hat über die Maßnahme berichtet.

Anschrift

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Im Westerbruch 67
49152 Bad Essen

Verbandsvorsteher: Hermann Steuwer
Geschäftsführer: Uwe Bühning

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