An gesunden Gewässern wächst auch viel Gesundes

Am 3. März ist Welttag des Artenschutzes. In diesem Jahr stehen Heil- und Aromapflanzen im Mittelpunkt. Sie wachsen zum Teil auch an heimischen Gewässern.

Bad Essen. Der Tag des Artenschutzes wurde 1973 im Rahmen des Washingtoner Artenschutzabkommens eingeführt. Der Aktionstag findet seitdem jährlich am 3. März statt. Er rückt den ökologischen Wert von Wildtieren und -pflanzen sowie ihre Gefährdung durch kommerzielle Interessen in den Blickpunkt. Das diesjährige Motto lautet „Arznei- und Aromapflanzen: Gesundheit, Erbe und Lebensgrundlagen bewahren“. Damit liegt der Fokus auf der Bedeutung von Wildpflanzen für Medizin, Kosmetik und Ernährung.

Unsere Großeltern wussten noch um die Heilkräfte der verschiedenen heimischen Kräuter. Uns ist dieses Wissen leider weitgehend abhandengekommen. Doch gerade an Bächen, Teichen und Flüssen finden sich zahlreiche heilsame Pflanzen. Mit unseren Maßnahmen zur Gewässerentwicklung, aber auch bei der umsichtigen Gewässerunterhaltung tragen wir zu deren Schutz bei. Hier eine kleine Aufzählung – ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Bachbunge (Veronica beccabunga)
Die kriechend wachsende Sumpf- und Uferpflanze bevorzugt kühle Gewässer. Die Vitamin-C-haltigen Stängel und Blätter gelten als verdauungsfördernd. Schon Hildegard von Bingen empfahl die Bachbunge bei Gicht.

Blutweiderich (Lythrum salicaria)
Die dekorative Bienenweide gedeiht bestens an Teichrändern und Bachläufen. Ihre Inhaltsstoffe sollen bei Hautproblemen, aber auch bei Durchfallerkrankungen Linderung bringen.

Mädesüß (Filipendula ulmaria)
Die zarte Pflanze mag feuchten Untergrund. Sie enthält Salicylate und soll damit entzündungshemmend, fiebersenkend und schmerzlindernd wirken. Schwangere sollten die Pflanze jedoch nicht anwenden.

Wasserdost (Eupatorium cannabinum)
Ihn findet man häufig am Gewässerrand, wo er hohe Horste bildet. Insekten lieben den Wasserdost, der früher mit den in ihm enthaltenen ätherischen Ölen auch zur Linderung von Erkältungen verwendet wurde.

Wasserminze (Mentha aquatica)
Die alte Druidenpflanze breitet sich über Ausläufer aus – an Land unterirdisch, im Wasser teilweise oberirdisch. Ihr wird eine wohltuende Wirkung bei Magen-Darm-Beschwerden, aber auch bei grippalen Infekten und Entzündungen zugeschrieben.


Anschrift

Unterhaltungsverband Nr. 70 "Obere Hunte"
Im Westerbruch 67
49152 Bad Essen

Verbandsvorsteher: Hermann Steuwer
Geschäftsführer: Uwe Bühning

Kontakt

Telefon +49 5472 9443-0
Fax +49 5472 9443-30
E-Mail uhv@i-like-no-spam.uhv70.de

Öffnungszeiten

Montag - Donnerstag 7:30 - 16:30 Uhr
Freitag 7:30 - 12:00 Uhr